Im Abteigymnasium Seckau präsentierten Schüler das Fach Netzwerk Kunst mit interdisziplinären Projekten zu Musik, Theater und bildender Kunst.
Im Huldigungsaal des Abteigymnasiums Seckau fand erstmals die Abschlusspräsentation des Oberstufenfaches „Netzwerk Kunst“ statt. Das Format orientiert sich an interdisziplinären Diplomprojekten im Bereich der Musikpädagogik und stellte die künstlerischen Arbeiten der 7. Klasse in den Mittelpunkt.
Das dreistündige Fach „Netzwerk Kunst“ verbindet Musik, Schauspiel, Bewegung, Medienarbeit und bildende Kunst und fördert eigenständige künstlerische Prozesse sowie projektorientiertes Arbeiten über Fachgrenzen hinweg. 18 Schüler (6. und 7. Klasse) präsentierten drei eigenständig entwickelte Produktionen zum Jahresthema „Verbunden Sein“. Die intensive Probenphase verlangte den Beteiligten einiges ab, da parallel an drei unterschiedlichen Stücken gearbeitet wurde.
Den Auftakt bildete das Projekt „Fehlercode L13b3 (Liebe) – Wenn Maschinen fühlen lernen“.
Die Inszenierung setzte sich auf kreative und zugleich kritische Weise mit künstlicher Intelligenz auseinander. Im Zentrum stand der humanoide Roboter „Alex“, der schrittweise menschliche Sprache, Konflikte und schließlich auch Emotionen zu verstehen versucht. Durch die Verbindung von Schauspiel, Chor, Bewegung, Musik und Medienkunst entstand eine Zukunftsvision, die Fragen nach Empathie, Kommunikation und Menschlichkeit aufwarf.
Im zweiten Stück „(Miss-)Kommunikation“ widmeten sich die Schüler den Herausforderungen zwischenmenschlicher Verständigung. In Szenen – von einer humorvoll eskalierenden Frühstückssituation bis hin zu stillen, emotionalen Begegnungen – wurde sichtbar, wie leicht Gespräche scheitern können und dennoch Verbindung entsteht. Trotz aller Missverständnisse vermittelte die Inszenierung eine klare Botschaft: Zwischenmenschliche Nähe bleibt bestehen, selbst wenn Worte versagen.
Den Abschluss bildete das Projekt „HERStory“, das sich mit Frauenrechten und gesellschaftlichen Rollenbildern auseinandersetzte. In einer Verbindung aus Theater, Musik, Tanz und Videosequenzen thematisierten die Schülerinnen Gleichberechtigung, Selbstbestimmung sowie Gewalt und Widerstand.
Das Publikum honorierte die Aufführung mit viel Applaus. Die Mitwirkenden bedankten sich bei den Hauptverantwortlichen Thomas und Margret Held für die Begleitung und Unterstützung.
Walter Schindler, Kleine Zeitung am 01.06.2026
©Walter Schindler
